Msgr. Lambert van den Hoven starb mit 87

Trauer in der Communio in Christo und in der GdG „Heiliger Apostel Matthias“ Blankenheim/Dahlem – Generalsuperior Karl-Heinz Haus: „Auf den Spuren Mutter Marie Thereses gepilgert“

Mechernich/Lommersdorf – Lambert van den Hoven (87) ist tot. Der frühere Pfarrer von Oud-Valkenburg, dem Taufort von Josefine Theresia Linssen, der späteren Mechernicher Gründerin Mutter Marie Therese des Ordo Communionis in Christo, starb am Mittwoch in seinem Wohn- und Wirkungsort Lommersdorf bei Blankenheim, wo er zuletzt Subsidiar der katholischen Gemeinschaft der Gemeinden Heiliger Apostel Matthias in den Kommunen Dahlem und Blankenheim war.

Lambert van den Hoven stand dem Ordo Communionis in Christo als Priester nahe und knüpfte gemeinsam mit den Eheleuten Marie Therese und Edo Dijkstra enge Verbindungen zur syro-malankarisch katholischen Kirche in Kerala (Indien), die seither viele Priester ins Mechernicher Mutterhaus entsendet hat, unter anderem Father Jaison Thazhathil, den stellvertretenden Generalsuperior der Communio in Christo. Father Jaison fand den in seinem Pkw vermutlich an akutem Herzversagen verstorbenen Geistlichen am Mittwochabend.

Chorbischof der Thomaschristen

Seit dem 5. Mai 2005 ist der am 15. Juli 1933 in Loon op Zand in den Niederlanden geborene und am 23. Mai 1959 in 's-Hertogenbosch zum Priester geweihte Lambert van den Hoven zum Chorbischof der syro-malankarisch katholischen Kirche ordiniert worden. Mit Eintritt in den Ruhestand Mitte 2011 wechselte er aus Holland in die Nähe des Communio-Mutterhauses nach Lommersdorf (Gemeinde Blankenheim), wo er seither Pfarrer Hans-Peter Meuser und später Andreas Züll unterstützte.

Pfarrer Hermann Walch, der 2012 verstorbene Spiritual der Communio in Christo in Mechernich, sei es gewesen, der ihn nach Lommersdorf „gelockt“ habe, erklärte der Titularbischof seinerzeit der KirchenZeitung. Bedingt durch einen Schlaganfall im Jahr 2004, verbrachte Van den Hoven zunächst einen sieben Monate langen Genesungsaufenthalt in Mechernich.

Bei seinen Urlaubsaufenthalten an der Mosel sei er oft an Lommersdorf vorbeigefahren, habe aber nicht im Traum daran gedacht, dort später einmal den Ruhestand zu verbringen. „Jetzt ist es an der Zeit, Ruhe zu nehmen in der wunderschönen Eifel, aber teils möchte ich im seelsorgerischen Bereich mitarbeiten“, sagte Lambert van den Hoven 2011 der Agentur ProfiPress.

In Mutter Marie Thereses Taufort Oud-Valkenburg wirkte Lambert van den Hoven 1993 bis 2011, vorher war er Priester und Lehrer in Lierop, Groesbeek und Valkenswaard, zuletzt im Range eines Dechanten und Dekans. Am 1. Mai 2009 wurde er zum Ritter des Ordens Oranje Nassau geschlagen.

„Von Pfarrer Walch gelockt“

Über Van den Hovens Einführung als Subsidiar im Blankenheim-Dahlemer Pfarrverbund „Heiliger Apostel Matthias“ schrieb der inzwischen verstorbene Journalist Josef Schmitz für die Agentur ProfiPress in der Aachener KirchenZeitung: „Eine herzliche Aufnahme in den Pfarrverbund, dem zehn katholische Pfarrgemeinden in und um Blankenheim angehören, bereitete man dem 77-jährigen Monsignore Lambert van den Hoven, dem langjährigen Pfarrer an der Taufkirche von Mutter Marie Therese in Oud-Valkenburg (Niederlande), die 1984 in Mechernich den Ordo Communionis in Christo gegründet hatte.“

Van den Hoven habe das Pfarrhaus in Lommersdorf als Altersruhesitz gewählt. Schmitz: „Er bleibt auch von dort aus Verbindungsmann zur Stiftung »Stichting Communio in Christo« in den Niederlanden. Im Raum Limburg gibt es sehr viele Kontakte aus der Verwandtschaft und aus dem Bekanntenkreis von Mutter Marie Therese zum Mutterhaus der Communio in Christo in der Eifel. Darüber hinaus ist Lambert van den Hoven Vermittler zur syro-malankarischen Kirche, einer katholischen Ostkirche der indischen Thomaschristen. Diese war es auch, die ihm den Titel eines Chorbischofs verlieh.“

Superior trauert um Weggefährten

Pfarrer Hans-Peter Meuser sagte bei der Einführung in der Festmesse in St. Johannes Baptist, Ripsdorf: „Wir sind zusammen unterwegs, wie die Pilger zum Apostel Matthias, und in der Gemeinschaft mit Christus, dem Haupt der Kirche, das mitten unter uns ist.“

Für Monsignore Lambert van den Hoven sei dieser irdische Pilgerweg auf den geographischen und spirituellen Spuren Mutter Marie Thereses nun zu Ende gegangen, sagte heute der tief betroffene Pfarrer Karl-Heinz Haus, der erste Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo. Lambert van den Hoven sei auf Mutter Marie Thereses geographischen und geistlichen Wegen gewandelt und ihren Gedanken und Werken in der Communio in Christo dabei sehr nahegekommen, so Generalsuperior Karl-Heinz Haus.

pp/Agentur ProfiPress

Chorbischof Lambert van den Hoven (vorne) und der indische Bischof Dr. Philippos Mar Stephanos aus den Vereinigten Staaten beim Gründungsgedenktag des Ordo Communionis in Christo in der Pfarrkirche St. Lambertus in Holzheim. Foto: Archiv ProfiPress

Monsignore Lambert van den Hoven 2011 im Vatikan bei einer internationalen Konferenz über die Neuevangelisierung, an der 8000 Vertreter von 120 christlichen Gemeinschaften teilnahmen, darunter die Communio in Christo, sowie ranghohe Vertreter von mehr als 30 nationalen Bischofskonferenzen. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In einer Festmesse führte GdG-Leiter Hans-Peter Meuser (m.) 2011 die neuen Pfarrer Michael Brandau und Chorbischof Lambert van den Hoven ein (rechts und links von Meuser). Ganz links Generalsuperior Karl-Heinz Haus, der frühere Spiritual Hermann Walch und Pfarrer Gregor Stepkes von der Communio in Christo, von rechts der verstorbene Diakon Erich Schmitz, Father Jaison Thazhathil, der heutige stellvertretende Generalsuperior der Communio in Christo, und (verdeckt) der frühere Uedelhovener Pfarrer Richard Maria Hahn. Archivfoto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bei der Beisetzung des früheren hohen Postbeamten, Kommunalpolitikers und Kirchenfunktionärs Helmut Weber, dem ersten Geschäftsführer des Sozialwerks der Communio in Christo, Mitte Dezember 2015 vollzog Monsignore Lambert van den Hoven auf dem Mechernicher Friedhof den katholischen Beisetzungsritus. Archivfoto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress